Jugendliche Schüler*innen arbeiten in der Schule mit digitalen Endgeräten zusammen.
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Praxisbericht: Wie ein Schulleiter das Kursnotizbuch für kollaboratives Arbeiten einsetzt

Wer als Lehrkraft oder Schulleitung mit der Plattform MNSpro Cloud arbeitet, lernt insbesondere zwei Vorteile schätzen: Das integrierte Gerätemanagement (MDM), das die Verwaltung einer Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte und Betriebssysteme spielend leicht macht, und die pädagogische Oberfläche mit zuverlässig funktionierenden Werkzeugen für den Distanz- und Präsenzunterricht. Schulleiter Daniel Franz aus dem brandenburgischen Oranienburg arbeitet seit 2020 mit den Lösungen von AixConcept. Einfach.Digital.Lernen. hat er berichtet, wie er das System an der Schule einsetzt und warum er so begeistert vom One Note Kursnotizbuch ist.

Als Daniel Franz mitten in der Pandemie im Sommer 2020 die Leitung der Jean-Clermont-Schule übernahm, hatte er bestimmte Vorstellungen, wie er die Digitalisierung der Oberschule mit 325 Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 10 voranbringen wollte: „Das Wichtigste für mich war, ein System für alles zu finden. Also die Möglichkeit, über eine Plattform nicht nur das Gerätemanagement und die Vernetzung innerhalb der Schule sicherzustellen, sondern im Idealfall auch gleichzeitig eine Oberfläche zu haben, mit der ich pädagogisch arbeiten kann und die mir auch zukunftsweisend die Möglichkeit der Vernetzung bietet. Was ich nicht wollte“, so der Sonderpädagoge und Mathematiklehrer weiter, „war eine Cloud, die nichts weiter ist als ein externer Datenspeicher, auf den Dateien hoch- und heruntergeladen werden können.“

Meine Schülerschaft kommt aus unheimlich vielen kleinen Dörfern rund um die Stadt Oranienburg. Manchmal ist es deshalb gar nicht möglich, sich mal eben spontan zu treffen.

Das neue System sollte die Möglichkeit bieten, in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Und zwar sowohl im Klassenraum als auch dezentral. „Meine Schülerschaft kommt aus unheimlich vielen kleinen Dörfern rund um die Stadt Oranienburg“, erzählt Franz. „Manchmal ist es deshalb gar nicht möglich, sich mal eben spontan zu treffen, wenn man vielleicht an einem Referat arbeitet und es dann zum Beispiel heißt: ‚Lasst uns mal eine Powerpoint-Präsentation machen.‘ Da ist es dann müßig, das Dokument zwischen den Gruppenmitgliedern hin und her schicken und den aktuellen Stand der Arbeit nachzuvollziehen.“

Als er hörte, dass es mit MNSpro ein System gibt, in dem man dezentral am gleichen Dokument beziehungsweise an der gleichen Präsentation arbeiten und sich dabei gleichzeitig zum Beispiel über einen Chat oder eine Videofunktion verständigen kann, war das Interesse geweckt.

Hybride Zwischenlösung mit Server und Cloud

Doch zunächst einmal wurde AixConcept damit beauftragt, ein funktionierendes IT-Netzwerk aufzubauen. Die Schule war bereits mit digitalen Tafeln und Notebooks sowie einem großen Computerkabinett ausgestattet. Diese Geräte werden zurzeit mit der MNSpro Classic Version über einen Schulserver verwaltet. Die durch die Corona-Hilfe des DigitalPakts neu hinzugekommenen 40 mobilen Endgeräte, die den Schüler*innen jetzt zum Ausleihen zur Verfügung stehen, managed die Schule zentral über die MNSpro Cloud.

„Wir halten den Einstieg in das Cloud-System für sehr gelungen“, so Daniel Franz. „Die Geräte lassen sich auch hierüber sehr sehr einfach konfigurieren. Die Cloud gibt uns einen riesigen Speicherplatz von 1 Terrabyte pro Nutzer. Damit ist das Speichern von Videomaterial also auch langfristig kein Problem. Dazu kommt, dass die auf Office 365 basierende Chat- und Forentechnologie zu fast 100 Prozent verfügbar ist. Das einzige Nadelöhr ist unsere Internetanbindung von 50mbit. Bis die im Rahmen des DigitalPakts ausgebaut ist, bleibt es erst einmal bei der hybriden Lösung.“

Praktische Erfahrungen im ersten Jahr

Inzwischen hatte das Kollegium an der Jean-Clermont-Schule schon ein knappes Schuljahr lang Zeit, erste Erfahrungen mit der MNSpro Lernplattform im Schulalltag zu sammeln. „Wer ein gewisses Grundverständnis in Computernutzung hat, wird sich auch in verschiedensten Oberflächen zurechtfinden”, so Franz. „Das ist hier nicht anders als bei anderen Produkten.“ Nach zwei Schulungen á 1,5 bis 2 Stunden konnten die Kolleginnen und Kollegen bereits Aufgaben über die MNSpro Anwendungen bereitstellen, Ergebnisse der Schüler abrufen und sie wussten, wie man Videokonferenzen in Teams so vorbereitet, dass die Schüler*innen sich wie in einem digitalen Stundenplan durch die einzelnen Fächer bewegen können. Damit hätten die Jugendlichen während des Distanzunterrichts sehr leicht eine Tagesstruktur aufrechterhalten können. Auf Schülerseite reichte dabei bereits ein Smartphone aus, um teilnehmen zu können. Doch auch im ganz normalen Präsenzunterricht hat sich das Kollegium immer weitere Einsatzmöglichkeiten erschlossen.

Sehr vorteilhaft findet Schulleiter Franz, dass die MNSpro Oberfläche sehr übersichtlich und klar strukturiert sei. Deshalb eigne sich die Lernplattform auch für Grundschulen beziehungsweise jüngere Kinder. Die Oberfläche kann zudem frei gestaltet werden. Es erscheinen also nur genau die Apps als Kacheln auf dem Bildschirm, die auch gebraucht werden. Die Benutzerverwaltung nimmt Lehrkräften außerdem viel Arbeit beim Erstellen ihrer Kurse oder Klassengruppen ab. So lassen sich sämtliche User aus dem Schulverwaltungsprogramm ganz einfach per Klick importieren.

Das Kursnotizbuch im Einsatz

Hat eine Lehrerin oder ein Lehrer einmal einen Kurs angelegt, lässt sich auch das Kursnotizbuch der im MNSpro Cloud-System integrierten One Note App sofort nutzen. „Das Kursnotizbuch halte ich für ein ganz wichtiges Werkzeug für Schulen, um Inhalte zu erstellen, zu strukturieren und zu teilen“, erklärt Franz und liefert gleich ein Beispiel aus dem eigenen Matheunterricht:

Das Kursnotizbuch für seine 8. Klasse ist bereits angelegt. Hier können unter anderem (Haus-)aufgaben hinterlegt oder auch einzelnen Schüler*innen zugewiesen werden. Auch der Chatraum ist im gleichen Fenster zu sehen. So lassen sich die Aufgaben nach Bedarf auf einfache Art und Weise versenden oder auch in Echtzeit Fragen stellen. „Als Lehrer sehe ich im Kursnotizbuch die gesamte Schülerschaft meiner Klasse und erfasse auf einen Blick, wer die Aufgabenstellung schon gesehen und wer sie vielleicht sogar schon bearbeitet hat“, erklärt Franz. „Dass jemand ‚nicht weiß‘, was er oder sie aufhatte, kommt also nicht mehr vor.“

Die sogenannte Inhaltsbibliothek, die ebenfalls bereits als eine Art Unterordner im Kursnotizbuch angelegt ist, dienst als eine Art Sammelstelle für Materialien. „Ich habe hier als Lehrer die Möglichkeit, Unterricht zu strukturieren“, sagt Daniel Franz. „Zum Beispiel habe ich hier Materialien zu den Unterrichtsstunden samt der am digitalen Whiteboard erstellten Tafelbilder zum Satz des Pythagoras eingestellt, die die Schüler*innen sich noch einmal anschauen oder auch zur Bearbeitung in ihren persönlichen Arbeitsbereich kopieren können. Ob interaktive Arbeitsblätter, Grafiken oder Lernvideos: Ich kann hier viel mehr mit einbinden, als man es sonst aus dem normalen Unterricht kennt.“

Gemeinsames Arbeiten auch auf Distanz

Ein absoluter Mehrwert aber sei, dass unabhängig vom Ort echtes kollaboratives Arbeiten möglich sei. Hybrid-Unterricht sei an der Schule in Oranienburg keineswegs eine Utopie: „Wir haben gerade einige Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der aktuellen Situation nicht im Präsenz- sondern im Distanzunterricht sind“, erläutert Franz. „Sie können sich von zuhause aus sicher in die MNSpro Cloud einloggen, meine Nachrichten sehen und die Aufgaben aus dem Kursnotizbuch bearbeiten. Ich kann als Lehrer sehen, ob der Schüler oder die Schülerin die Aufgabe gesehen, noch Fragen oder mir vielleicht schon die Bearbeitung zurückgeschickt hat. Mit meinem digitalen Stift kann ich die Aufgabe direkt kontrollieren und eventuell Anmerkungen schreiben. Das erleichtert mir das Arbeiten natürlich ungemein. Vorher musste ich Fotos, die ich von den Schüler*innen bekommen habe, erst einmal runterladen und ausdrucken oder auf andere Art und Weise verarbeiten.“

Wer die MNSpro Cloud über das Handy nutzt, kann auch während des Unterrichts abfotografierte Arbeitsergebnisse direkt im Kursnotizbuch ablegen oder zum Beispiel im Teams-Chat teilen.

Dieses Arbeiten in Echtzeit ist ein Vorteil, den ich so bislang in keinem anderen System kennenlernen durfte.

„Dieses Arbeiten in Echtzeit ist ein Vorteil, den ich so bislang in keinem anderen System kennenlernen durfte“, sagt Franz. „Wer nicht in der Schule sein kann, muss jetzt noch nicht einmal an einer Videokonferenz teilnehmen, sondern kann all das, was im Unterricht geschieht live von zuhause aus miterleben. Das heißt, mir reicht ein Headset aus, um mit einem Schüler im Unterricht kommunizieren zu können und ihn Teil des Unterrichts werden zu lassen. Damit gebe ich jedem die Möglichkeit, bestmöglich zu partizipieren.“

Unterricht vor Ort sei nach wie vor das Maß aller Dinge, davon ist Daniel Franz überzeugt. Doch mit der MNSpro Cloud habe er die Sicherheit, viele, miteinander verzahnte Kanäle bedienen zu können, um eine große Menge an Schüler*innen zu erreichen, die nicht vor Ort sein können oder aber eben auch die Möglichkeit, ortsunabhängig zusammenzuarbeiten. „Wir können dank der einfachen Benutzerverwaltung in der Cloud auch innerhalb einer Klasse ganz einfach Gruppen für Partner- oder Projektarbeit erstellen. Darin haben dann nur die zugeteilten Schülerinnen und Schüler Zugriff auf ihre gemeinsamen Arbeiten. Das wird für unsere Schule sicherlich der nächste Schritt, denn darin liegt ein vielfältiges Potenzial.“


Weitere Infos

Möchten Sie mehr über funktionierende Lösungen für Ihre Schul-IT erfahren? In unseren kostenlosen Webinaren informieren wir Sie gern und laden regelmäßig interessante Gesprächspartner*innen aus der Praxis ein. Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail an vertrieb(at)aixconcept.de oder rufen Sie uns an: 02402. 389 411 0.

Herzliche Grüße aus Stolberg
Frank Büermann,
Vertriebsleiter Nord-Ost AixConcept GmbH

Frank Büermann, Vertriebsleiter Nord-Ost. Foto: AixConcept